VSIG und DeArGe Ausstellung auf der 9.“Reptilica“ Fürth



Am 4.5.2008 war es wieder so weit. Die 9. “Reptilica“ in der Fürther Stadthalle öffnete von 9-17Uhr wieder ihre Türen mit einer Gesamtausstellungsfläche von 2500qm.
Im Rahmen der „Reptilica“ wurde durch die VSIG-Franken und die DeArGe e.V. eine
Vogelspinnenausstellung organisiert.
Gezeigt wurden Vogelspinnen, Mantiden, Phasmiden, Millipeden, außerdem Poster, Schaukästen, Informationen aus erster Hand und natürlich ein Maltisch für die Kleinsten.

Im Vorfeld waren natürlich einige organisatorische Sachen zu klären und eine Menge Vorarbeit zu leisten, dazu gehörten:

-Gestaltung von Schauterrarien mit Beleuchtung
-geeignete Tiere beschaffen
-Dekorationsmaterial besorgen
-Räumlichkeiten besichtigen und einen Stellplan erarbeiten
-Plakate, Flyer, Tischdecken, Aufsteller organisieren

Diese Aufgaben wurden von einem 6 köpfigen Organisationsteam der VSIG-Franken bearbeitet.

Pünktlich 5.30Uhr trafen wir uns an der Stadthalle, um 8 Uhr war alles termingerecht fertiggestellt. Ab 8 Uhr war dann die Abnahme durch die Ausstellungsveterinäre, die ein paar kleinere Zusatzanweisungen beachtet sehen wollten.

Ab 9 Uhr öffneten sich die Pforten und der Besucherstrom wurde eingelassen.

Markus F. und Fritz W. betreuten den DeArGe- Infostand gleich am Eingang, sie erzählten über die DeArGe e.V. und die Fachzeitschrift Arachne, Wissenswertes zu den Schaukästen, zum Vorgang der Häutung, zum Kokonbau und zum Bombardieren

Daniela, Herbert und Vanessa betreuten die Kinder am Maltisch. Bereitgestellte Malvorlagen von Vogelspinnen, Skorpionen, Gottesanbeterinnen und schwarzen Witwen wurden begeistert angenommen, dazu schmeckten natürlich Gummibärchen ausgezeichnet und die Eltern konnten sich der Ausstellung widmen.

Die von Gert, Fränzi und Fabian betreuten Ausstellungstische mit eingerichteten
Vogelspinnenschaubecken (in der Ausstellung 19 adulte Spinnen)wurden in 3 Kontinente unterteilt:

Südamerika war vertreten mit: :
Acanthoscurria geniculata
Avicularia geroldi mit Kokon
Brachypelma auratum
Chromatopelma cyaneopubescens
Psalmopoeus pulcher:
Tapinauchenius gigas
Theraphosa apophysis

Afrika war vertreten durch:
Encycratella olivacea
Eucratoscelus pachypus
Citharischius crawshayi
Hysterocrades hercules
Pterinochilus murinus RCF
Stromatopelma calceatum:

Asien vertreten durch:
Cyriopagopus schioedtei
Cyriopagopus spec. blau
Haplopelma lividum
Haplopelma minax
Poecilotheria formosa
Poecilotheria metallica

Jedes Terrarium war naturtreu eingerichtet und bepflanzt, war jeweils mit dem wissenschaftlichen Namen/ max. Körpergröße/ Verhalten/ Aussehen/ Verbreitungsgebiet
mit Weltkarte und Foto versehen.
Ganz besonderes Interesse erzeugten die beiden größten Exemplare aus Südamerika: :
Theraphosa apophysis und Acanthoscurria geniculata.
Aber auch am Asientisch gab es was zum Bewundern: eine Poecilotheria metallica, die aber nicht zu verkaufen war.
Einige Besucher interessierten sich auch für die Encycratella olivacea am Afrikatisch.


Heiß diskutierte Themen waren:

Unterschied zwischen Baum- und Bodenbewohnern
Giftigkeit und Gefährlichkeit von Vogelspinnen
Lebenserwartung von männlichen und weiblichen Tieren
Verbreitungsgebiete weltweit
Fressverhalten, Paarung, Kokon, Aufzucht der Spiderlinge u.v.m.

Auch mussten wir erläutern, was eine Vogelspinne frißt, wie die Paarung vonstatten geht, ob der Bock bei der Verpaarung gefressen wird und wieviele Eier in einem Kokon sind.

Gleich im Anschluss konnten 2 unterschiedliche Mantidenarten ( Idolomantis diabolica..Teufelsblume) in einem großen Schauterrarium von Jürgen Mehl bewundert werden. Diese beiden Arten leben in unterschiedlichen Busch- und Baumregionen, wodurch sie sich aus dem Wege gehen. Die eine Art ist nur auf Baumrinde, die andere im dünnen Geäst zu finden. Sensation der Ausstellung war daneben ein Becken mit einer noch nie ausgestellten Art: Metallyticus splendidus , die verschiedenfarbig metallisch glänzt, die auch im Verhalten nicht einer Gottesanbeterin gleicht und der Wissenschaft viele Fragen aufwirft.

Daneben am Tisch präsentierte Stefan T. Phasmiden und verschiedene Spinnenterrarien, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten waren:

trocken/halbtrocken: Grammostola rosea
halbtrocken: Brachypelma spec.
feucht Einrichtung für grabende Spinnen Aphonopelma seemanni
feucht Einrichtung für nicht grabende Bodenbewohner: Phormictopus atrichomatus

Zum Verkauf hatte er neben Pflanzen auch:
- Phasmiden (Sungaya inexpecta, Baculum extradentatum)
- Vogelspinnen (Acanthoscurria geniculata, Psalmopoeus irminia, Grammostola rosea)

An den nächsten Tischen, besetzt durch Elke und Michael, wurden Vorurteile entkräftet, Unterschiede zwischen den einzelnen Arten aufgezeigt, unterm Binokular die Haut einer Ephebopus cyanognathus mit schönen blau leuchtenden Chelizerengrundgliedern bestaunt. Auch mit ausliegender Fachliteratur wurde auf diese Thematik aufmerksam gemacht.

Mitglieder Der VSIG-Franken und der DeArGe verkauften gegenüber der Ausstellung ausschließlich Wirbellose.

Fazit. Unsere Ausstellung war ein voller Erfolg, Vorurteile konnten ausgeräumt werden, Interesse wurde geweckt und die Faszination übernahm die Oberhand. Um die Mittagszeit kamen auch viele schaulustige Familien, um sich die Ausstellung anzusehen, waren überrascht, dass unsere Lieblinge so gar nichts gemein hatten mit den Horrorgestalten in vielen Filmen und Berichten.


Zum Abschluss gilt der Dank allen Organisatoren (Gert, Michael,Daniela, Vanessa, Fabian, Fränzy, und Herbert) dieser gelungenen Sache, und Fritz, Markus und Oliver für die Mithilfe am DeArGe- Infotisch und Andraes und Feryd für die 3 zur Verfügung gestellten Vogelspinnen.


Redaktion: Pichler/Breitschwerdt

© Vsig-Franken 2008