Teilnehmen konnten alle die Lust und Interesse an Vogelspinnen haben.
Dieser Kurs war auch für Einsteiger geeignet, also Vorkenntnisse waren nicht nötig.
Benötigt wurden Häute eigener Spinnen und ein Exemplar des Buches „Vogelspinnen“ von Dr. Günter Schmidt , das den Bestimmungsschlüssel beinhaltet (4.Ausgabe von 1993).
Der Rest wurde durch die VSIG-Franken gestellt.
Und dann ging es los, alle waren mächtig gespannt.
Nach einer Vorbesprechung und Einleitung wurden 2 er Gruppen gebildet und auf die
8 Binokulare kurz Binos aufgeteilt.
Zuerst führten wir eine Vogelspinnenbestimmung anhand des Bestimmungsschlüssels
durch.
2. Abtupfen der überschüssigen Flüssigkeit mit einem Stück Fließpapier (z.B. Toilettenpapier oder Papiertaschentuch) nach kurzer Einweichzeit ca. 5 Minuten
3. Vorsichtiges Abtrennen der rechten Chelizere mit Hilfe einer spitzen Schere
4. Abschneiden des rechten Tasters und des ersten Laufbeins, sowie vom Bein IV
Zunächst wurde die Chelizerenaußenseite nach Stridulationsborsten bzw. einer Scopula untersucht. Danach lag unser Augenmerk auf der Tastercoxa und ihren evtl. vorhanden Stridulationsborsten. Des weiteren folgte die Suche nach der Bestachelung auf dem Metatarsus von Bein IV (Anzeichen auf Abstreiforgane „Stacheln“ der Brennhaare auf dem Opisthosoma). Je nach Bestimmungsweg wurde z.B. das Vorhandensein der Scopula auf der Femurinnenseite des 4. Beinpaares in Augenschein genommen und/oder die geteilte/ungeteilte Scopula des Tarsus des 4. Beinpaares gesichtet.
Schritt für Schritt durchliefen wir mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten (Diskussionen) den Schmidtschen Bestimmungsschlüssel. Nicht jeder kam zu seinem gewünschten Ergebnis (falsches Abbiegen im Bestimmungsschlüssel)
Zwischendurch wurden eine kurze Pause bei belegten Brötchen und Kuchen eingelegt ( Dank an Daniela), um wieder genügend Konzentration für die kommenden Aufgaben zu haben.
Danach konnten anhand der mitgebrachten und bereitgestellten Häute (Exuvien)
Geschlechtsbestimmungen durchgeführt werden.