Vortrag über asiatische Vogelspinnen mit Martin Huber



Auf dem Märztreffen der VSIG-Franken hielt Martin Huber einen Vortrag über asiatische Vogelspinnen. „Haltung und Zucht asiatischer Vogelspinnen mit Schwerpunkt auf Röhrenbewohnern“ stand im Mittelpunkt des Vortrages und fand am Samstag den 1.3.2008 um 19.30Uhr statt. Zahlreich fanden sich im Gasthof „Ehrlicher“ in der Eckenstr. 26 in 90480 Nürnberg –Zerzabelshof wieder viele Interessen ein. Auch dieser Vortrag war wieder kostenfrei .

Der Bericht über Asiatische Vogelspinnen war, wie wir auch erwartet haben, hoch interessant und auch für Laien verständlich. Martin schilderte zunächst die Lebensweise asiatischer Röhrenbewohner und wie man mit den sog. „Haplopelma-Spezialbecken“ den Ansprüchen dieser Spinnen gerecht werden kann (siehe auch von Wirth & Huber 2002, von Wirth & Huber 2003). Er ging dabei ausführlich auf die Merkmale der Becken ein, wie man ein neues Becken einrichtet (von der Befüllung, über Ansiedlung von Nützlingen wie Springschwänzen und „weißen Asseln“), er gab praktische Kniffe und Tipps, z.B. wie man den Schiebedeckel mit einem Stück eines Kabelbinders ganz simpel sichern kann, oder dass man die Seitenscheibe der Röhre mit Hilfe eines Aquarienscheibenmagnetreinigers bis in den letzten Winkel putzen kann, bis hin zu den regelmäßigen Pflegemaßnahmen wie das „Wässern“ der gesamten Becken. Danach widmete er sich dem Kapiteln Verpaarung, Stimulanzien zum Kokonbau, den Kokonbau selber bis hin zum Schlupf und der Entnahme der Jungtiere. Zwischen den einzelnen Themenfeldern gab es immer wieder kleine Serien mit Portraits div. Röhrenbewohner, worunter sich auch seltener in den Terrarien gehaltene und gezüchtete Arten befanden, sowie Hintergrundinformationen zu den vorgestellten Arten.

Nach einem Exkurs über häufige Vogelspinnenkrankheiten, ging er noch auf Cyriopagopus schioedtei und C. sp. „blau“, sowie auf die Gattung Poecilotheria ein. Gerade die Kapitel über Cyriopagopus und Poecilotheria enthielten viele Habitatbilder, die Martin hauptsächlich von Henrik Krehenwinkel und Eddy Hijmensen freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen hat. Die Habitatbilder weckten bei vielen Fernweh, zeigten aber leider auch, wie stark die natürlichen Habitate durch den Menschen und seinen teilweise schonungslosen Umgang mit der Natur bedroht sind und damit in den meisten Fällen auch der Fortbestand der darin lebenden Arten.

Weitere Highlights solcher Treffen sind wie jedes Mal dann natürlich auch die Gespräche vor und nach den Vorträgen in gemütlicher Atmosphäre, denn bis jetzt waren alle Personen die zu Besuch bei uns waren niemals Sparsam mit ihren Infos und Tipps zu unseren Fragen, auch wenn wie in unserem Fall Martin für die Vorträge keine müden Euro verlangte, sondern mit dem Bezahlen seiner Aufwandskosten und der Übernachtung mit Frühstück bei Gerhard voll und ganz zufrieden war.

Auf diesem Weg nochmals ein großes Dankeschön an Martin Huber.



Redaktion: Pichler/Breitschwerdt

© Vsig-Franken 2008