Ausflug der VSGI-Franken mit dem Aquarienverein TOXOTES in den Leipziger Zoo am 23. September 2007.



Um kurz nach 7 Uhr morgens starteten wir mit einem 56-Sitz Reisebus vom Großparkplatz in Erlangen in Richtung Leipzig. Die VSIG-Franken war mit 7 Leuten vertreten: Michael mit Elke, Kaktus mit Frau, Stefan F. mit Tina und ich.

Während der ca. 3-stündigen Fahrt konnte ich meinem Sitznachbarn, Heinz von den Aquarianern, einiges über Vogelspinnen erzählen. Er war sehr interessiert und so entwickelte sich ein reges Gespräch auf der langen Fahrt, welches sich nicht ausschließlich nur um Vogelspinnen drehte.

Um ca. 11 Uhr (eine kurze Rauchpause lag dazwischen) kamen wir dann in Leipzig an und stürmten den Zoo. Da an diesem Wochenende auch die Zoo Aktionstage stattfanden, war der Besucherandrang dementsprechend groß. An diesem Wochenende fanden überall im Zoo verschiedene Aktionen statt, die die Besucher unter anderem über die Anforderungen an die Tierhaltung im Zoo informieren sollten. Es wurden Schaufütterungen durchgeführt, Tierkinderaufzucht erläutert, Raubtierställe konnten begangen werden und „Stoffwechselendprodukte“ der Elefanten untersucht werden.

Wir bildeten kleine Grüppchen, die selbst den Zoo auf eigene Faust erkundigten.

Nicht weit vom Eingang entfernt befand sich das Aquarium- und Terrariumhaus. Direkt im Eingangsbereich des Aquarienhauses konnten die Besucher eine Futterpräsentation näher ansehen: verschiedene Würmer, Heimchen, frische und gefrorene Wasserflöhe etc. die zur Fütterung der Fische dienten.

Bei den Aquarien waren u. a. nach Themen bestückte Becken zu sehen wie z. B. das Nordseeaquarium mit den dort heimischen Tieren und Pflanzen. Im Erdgeschoss befand sich auch ein offenes Becken mit verschiedenen Koi’s, die von den Besuchern gestreichelt wurden. Als Highlight möchte ich im Aquariumhaus das im ersten Stock befindliche Ringbecken nennen. Dort tummelten sich verschiedene Tiere wie z.B. Muränen, Feuerfische und Schwarzspitzen-Riffhaie (Carcharhinus melanopterus) in verschiedenen Größen.

Im Terrariumhaus, welches einem begehbaren Regenwald nachempfunden war, gab es eine Auswahl von Schlangen und anderen Reptilien. Zum Beispiel eine Mangroven-Nachtbaumnatter Boiga dendrophila, eine Milchschlange oder Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum), Kettenviper (Daboia russelii), Kupferkopf (Agkristrodon contorix) und etliche mehr! Auch zwei Alligatoren, die in einer den Everglades nachgeahmten Landschaft lebten. In einem Separaten Becken war der ca. 30 cm große Alligator-Nachwuchs zu bestaunen. Es waren dort auch folgende Vogelspinnen zu sehen: ein Brachypelma albopilosum Bock, ein Phormictopus SPEC. und eine Psalmopoeus cambridgei.

Danach ging es den Rundgang entlang weiter ins Affenhaus. Aufgrund des Aktionstages konnten wir in die Futterküche des im Jugendstil gebauten Affenhauses gehen und dort erklärte ein Tierpfleger, was die Pfleglinge als Tagesration zu Fressen bekommen: Verschiede Obst- und Gemüsesorten und Eiweißhaltige Nahrung wie z.B. Heimchen und Mehlwürmer. Hinter dem Affenhaus, im Wirtschafthof, konnten interessierte Besucher mithelfen, Beschäftigungsfutter für die Affen herzustellen. Dieses wurde dann später unter Mithilfe der Zuschauer an die Paviane verteilt, die dies unter großem Geschrei annahmen.

Zum Abschluss unseres Besuches konnte ich noch einen Blick auf die Zoo-Berühmtheiten, Lama Horst und Alpaka Harry, werfen.

Nachdem wir den gesamten Rundgang abgewandert waren und die verschiedenen Tiere bewunderten, trafen wir uns um 16:30 Uhr alle wieder am Bus und konnten, nach einer kleinen Stärkung, um 17 Uhr den Heimweg antreten.

Die knapp 5 Stunden im Zoo waren ausreichend, um ohne großen Stress alles in Ruhe ansehen zu können. Mich hat ganz besonders die liebevolle Gestaltung des gesamten Zoo’s beeindruckt. Dies macht sich, meiner Meinung nach, unter anderem, darin bemerkbar, dass der Zoo in Themen wie Asien oder Afrika eingeteilt ist und sich darin entsprechend den Kontinenten typische Bauten wie z. B der Elefantentempel Ganesha Mandir oder die Kiwara-Lodge befinden. Auch die „Felsmalereien“ im Pongoland auf denen die verschiedenen Affenarten dargestellt sind, sind eine originelle Idee.

Auf jeden Fall ist ein Besuch im Zoo Leipzig empfehlenswert!




Autorin: Franziska Koller

Redaktion: Pichler/Breitschwerdt

© Vsig-Franken 2008