Am Samstag den 05.03.2011 konnten wir Herrn Jan- Peter Rudloff (Entomologe) der sich seit 30 Jahren dem Hobby Vogelspinnen verschrieben hat, auf dem Treffen der VSIG-Franken begrüßen.
Er hielt einen Vortrag über
-Südamerikanische Vogelspinnen - Augenmerk: die Gattung Theraphosa
55 Interessierte und VSIG-Mitglieder trafen sich um 19.00 Uhr in der "Sparta Noris", Wacholder Weg 60, 90441 Nürnberg.
Der Vortrag wurde wieder kostenfrei angeboten und war nach dem Essen ab ca. 20 Uhr mittels Beamer geplant.
Nachdem Jan-Peter Rudloff verschiedene südamerikanische Arten vorgestellt hatte, auf ihre Verbreitungsgebiete, verschiedene Merkmale der jeweiligen Art z.B. die unterschiedlichen Reizhaartypen eingegangen ist, kam ein Teil des Vortrages, der jeden interessierte, die Gattung Theraphosa..
Diese galt bis 2001 als monotypisch.
Sie umfasst wohl die größten Vogelspinnen mit einer Körperlänge von 11cm und max. Beinspannweite von 30 cm.
Als erste Art wurde 1804 Mygale blondii aus frz. Guyana durch Latreille beschrieben, was heute Theraphosa blondi ist. 1991 wurde eine weitere Art aus Venezuela beschrieben, die durch die phylogenetische Analyse als 2. Theraphosa Art eingestuft wurde.
Charakteristisch für die Theraphosa sind Vorkommen nicht über 1000m, im feuchten Wald bzw. lichten Wald und ein feiner dichter Besatz mit abdominalen Reizhaaren, die äußerst wirksam sind. Auch die Fähigkeit zum Stridullieren also das Hervorbringen von Zischgeräuschen ist dieser Art gegeben. Außer die Art T.blondi weisen beide anderen eine typische Jungtierzeichnung (weißer Tarsus und Metatarsus beim 1.-2. Beinpaar bei T.stirmi, weiße Tarsen und Metatarsen an allen Beinen bei T.apophysis) auf. Man könnte noch mehr Merkmale aufzählen.
Die Vsig-Franken möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Jan-Peter Rudloff bedanken, der uns an seinem umfangreichen Wissen teilhaben lies.
Mitglied der DeArGe e.V
Mitglied der Vsig-Franken
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